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Brod, Gut dass man nicht weiß was kommt

Toman Brod:

Gut, dass man nicht weiß, was kommt.

Meine Jahre von 1929 bis 1989 - Erinnerungen.

 

Übersetzt aus dem Tschechischen von Gudrun Heißig und Anna Knechtel.

Gebundene Ausgabe, 420 Seiten

 

02.01.0207

Und wieder entschied ich mich blitzschnell und lief hinter seinem Rücken unbemerkt auf die gegenüberliegende Seite...

Aber habe ich durch meine geistesgegenwärtige Tat mein Leben gerettet? Habe ich richtig gehandelt? Darüber denke ich oft nach.

Die Antwort ist, so scheint es, eindeutig: ich bin ja schließlich am Leben geblieben. Ich habe jedoch in einer katastrophalen Verfassung überlebt, während diejenigen, die in Birkenau blieben, das Kriegsende in einer relativ zufriedenstellenden Verfassung erlebten aber eben nur die Hälfte von ihnen.

In welcher Hälfte hätte ich mich wohl befunden?

Der Mensch weiß nämlich in Wirklichkeit nie, was ihn erwartet. Und deshalb kann man sich niemals sicher sein, ob die Entscheidung, die man trifft, egal, um was es geht eine richtige und weise Entscheidung ist.

 

Über den Autor:

Toman Brod wurde 1929 in Prag geboren. Während der Besatzung der Tschechoslowakei und des Zweiten Weltkriegs war er drei Jahre lang im Ghetto Theresienstadt und den Konzentrationslagern Auschwitz und Groß-Rosen inhaftiert. Nach dem Krieg und der Beendigung des Studiums war er als Historiker tätig und widmet sich bis heute historischen Studien. Er beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der nationalsozialistischen Politik und dem tschechoslowakischen Widerstand. Sein größtes Werk in den vergangenen Jahren war seine Studie über den tschechoslowakischen Weg in die sowjetische Abhängigkeit in den Jahren 1939-1948, die im Jahr 2002 im Verlag Academia unter dem Titel „Der Schicksalhafte Irrtum des Edvard Beneš" erschien.